===== Tag 60 01.06.2007 ===== **95Mi @ 8.5h** * Kindertag. Und ich musste erst einmal in den Fahrradladen. Wie in den USA durchaus nicht unüblich gab es dort alle Radteile mit Goldkern. Und weil Gold so schwer ist (und es nur mist gab) habe ich mir kein ganzes Hinterrad gekauft, sondern nur einen 38*700 Reifen. Der passt eigentlich gar nicht auf mein Rad, aber mit einer halben Ewigkeit rumbiegen und -feilen konnte ich das schleifen minimieren. Die Theorie ging in die Richtung "ein breiter Reifen verringert die Warscheinlichkeit, dass mir das Rad um die Ohren fliegt". Bah! So richtig dolle war das nicht, aber weiter gehen musste es trotzdem. * Zur Gegend: Erst einmal musste ich natürlich aus Eugene raus, das hat eine halbe Ewigkeit gedauert. Dann ging es durch den üblichen Oregon "Regenwald" zur Küste. Hab ich mir recht einfach vorgestellt. {{:reiseblog:2007_usa:mobile:usa_mobile_133.jpg|}}\\ * War es natürlich nicht, denn zwischen Eugene und der Westküste lag noch ein eine kleine Bergkette mit Anstiegen die sehr an die Appalachen erinnerten. Also steil und eklig. Ich war völlig Platt als ich endlich im "Alsea River" Tal ankam. Aber dann hatte ich es geschafft, denn jenes führte direkt zu Küste. {{:reiseblog:2007_usa:mobile:usa_mobile_135.jpg|}}\\ {{:reiseblog:2007_usa:mobile:usa_mobile_136.jpg|}}\\ //Alsea Bay, man beachte die ersten Wolken// {{:reiseblog:2007_usa:mobile:usa_mobile_137.jpg|}}\\ //Der Pazifik, man beachte die nächsten Wolken// * Die Ankunft an der Westküste war, wie soll ich das am besten formulieren.. "enttäuschend". Ich wusste vorher, dass ich nicht in Malibu ankomme und daher Mädels in Bikinis und Cocktails vermutlich ausfallen würden. Aber dass aus strahlendem Sonnenschein eine Meile vor der Küste plötzlich diesiges Regenwetter wird fand ich gemein. {{:reiseblog:2007_usa:mobile:usa_mobile_139.jpg|}}\\ //Man musste nah herangehen um den Ozean tatsächlich zu sehen// * Übernachtet habe ich dann auf einem kleinen State Park an der Küste südlich von Waldport. Ein kleines und eintöniges Plätzen, aber dadurch dass ich auf der Hiker-Biker Ecke zumindest diese Nacht nicht alleine war ganz unterhaltsam. ===== Tag 61 02.06.2007 ===== * Ich war an der Westküste und meine Reise damit zuende. Richtig zuende auch nicht, denn als retardierendes Moment hatte ich ja noch die Notwendigkeit meinen Flieger zu erreichen, aber prinzipiell war ich da wo ich hinwollte. * Bzw. wo ich hinwollte bevor ich wusste was für albernes Wetter an der Pazifikküste von Oregon im Juni herrscht, aber das ist ein anderes Thema. * Zu Tag 61 gibt es nicht viel zu erzählen. Früh hab ich mit Bernadette gefrühstückt und erzählt bis sie gen Süden aufgebrochen ist. Den Rest des Tages hab ich mehr oder weniger verdillert, Knoten üben, an Fahrrad rumbasteln Ozean photographieren.. so Sachen. {{:reiseblog:2007_usa:mobile:usa_mobile_143.jpg|}}\\ {{:reiseblog:2007_usa:mobile:usa_mobile_145.jpg|}}\\ // für alle Douglas Adams Fans: Ich hatte mein Handtuch immer dabei!// {{:reiseblog:2007_usa:mobile:usa_mobile_140.jpg|}}\\ //Ohne Kommentar// * Und Glück hatte ich auch noch, denn es war "State Park Day", zumindest auf dem (Mini-) State Park auf dem ich mich befand. Daher gab es Hotdogs zum Mittag und ein Unterhaltungsprogramm am Abend. Glücklich war das nicht unbedingt, vor allem wenn man weiss was bei den Ami's als Hot Dog durchgeht, aber dafür kam ich mit einem der Ranger ins Gespräch und konnte mit ihm eine Beschäftigung für den nächsten Tag verabreden. ===== Tag 62 03.06.2007 ===== * Heute war ich mit Cameron, seines Zeichens Staatsdiener im Naturpark-Bereich, zum "Clamming" in Waldport. Auf deutsch übersetzt war ich mit Ranger Cameron muscheln sammeln. Sammeln im weiteren Sinne des Wortes. {{:reiseblog:2007_usa:dias:dia_usa_169.jpg|}}\\ * Dazu brauchen wir Ebbe und noch dazu Nippzeit, das war beides der Fall und somit konnten wir loslegen. Und sind mit Hochwasserhosen, Stiefeln, einer Harke und einer Schaufel losgezogen und haben Muscheln geharkt und ausgegraben. Krebse gabs auch, aber keine von erlaubter Fanggröße. Hat auch nicht weiter gestört, wir hatten mit harken und graben schon genug zu tun. In nassem Sand über einen Meter in die Tiefe zu buddeln nur um an eine Muschel ranzukommen ist von aussen gesehen auch eher albern, aber wir hatten spass dabei. * Ich war danach noch im "Interpretive Center" um etwas über die Gegend lernen und hab gleich noch eine gute Karte von Oregon abgreifen können. Und einkaufen war ich noch, das Geld das ich für die Karte gespart habe wieder ausgeben. Danach bin ich mit dem Rad zurück zum State park, Cameron wollte mit unserem "Fang" nachkommen. * Auf dem Weg traf ich wiederum Conny, die gerade auf Highway 101 mit dem miesen Wetter zu kämpfen hatte und konnte sie übereden an unserem Kochexperiment teilzunehmen. {{:reiseblog:2007_usa:dias:dia_usa_171.jpg|}}\\ //Zuschauer, der Held der Geschichte, Cameron und Conny// * Das lief in etwa so: Die Muscheln wurden in einem großen Topf, den Cameron irgendwo aufgetrieben hatte, nacheinander gedünstet. Nach einer gewissen Zeit wurde das den Muscheln zu heiß und sie sind aufgesprungen. Dann schnappte man (also Cameron oder ich) sich die Muschel, schmiss alles eklige darin weg, das war fast der gesammte Inhalt, und übrig blieben ein paar Gramm weißes, frisch gegartes Muschelfleisch. {{:reiseblog:2007_usa:mobile:usa_mobile_148.jpg|}}\\ //Zwischenlager für den Muschelinhalt// {{:reiseblog:2007_usa:mobile:usa_mobile_149.jpg|}}\\ //Wir hatten gut zu tun// * Conny hatte währendessen Nudeln, Zwiebeln und Gewürz vorbereitet und es gab Nudeln mit Muschelfleisch. Mangels Soße keine Delikatesse, aber durchaus essbar. Und hat nur etwas mehr als zwei Stunden gedauert. * Danach musste Cameron wieder seiner Arbeit nachgehen, Conny ist weiter gen Süden geradelt (die Glückliche) und von mir habe ich keine Ahnung, aber irgendwas werde ich schon gemacht haben.


2014/03/18 17:43