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====== Tag 3 ====== * Heute durfte ich noch im Dunkeln aufstehen und machte mich auf zur Fähre. Nachdem ich mir mein vorbestelltes Ticket abgeholt hatte fuhr ich zum einchecken und traf dort die beiden Reiseradler Steffen & Christian aus Dresden. Dadurch waren die 11 Stunden Fahrt nicht ganz so langweilig und wir trafen auch noch ein Deutsches Ehepaar das seit einigen Jahren in Norwegen lebt und uns einige Tipps gab. Das Wetter war während der ganzen Überfahrt sehr schön wir hingen also vor allem an Deck rum, ich war nur zwischenzeitlich im Duty-free-Shop um mich mit Haribo zu versorgen. * Nachdem wir in Stavanger angekommen wahren suchten wir noch eine ganze weile (relativ planlos) nach dem dortigen Zeltplatz und gingen nach einem ruhigen Abendessen schlafen. ====== Tag 4 ====== * Früh hatten wir noch recht gutes Wetter und fingen an uns aus Stavanger herauszusuchen. Dabei begannen dann auch die ersten Regenschauer die uns den ganzen Tag nervten. Der Weg in Richtung Prejkstolen durch die Fjord-Gegend um Stavanger war ein ziemliches auf und ab mit teilweise recht krassen anstiegen. Dort angekommen nähte ich eine Runde an meinem Zelt herum an dem sich eine der Zeltstangenführungen immer mehr verabschiedete. * Die Nacht war sehr ungemütlich - weil sich auch noch die Naht der anderen Zeltstangenführung verabschiedete und sich daher durch den Regen und die fehlende Spannung im Zelt immer ein Teich über mir bildete den ich mehrmals entleeren mußte. Man kann sich vielleicht vorstellen, dass das einem guten Schlaf nicht gerade zuträglich ist. ====== Tag 5 ====== * Nach dieser grausamen Nacht begann ich wieder an meinem Zelt herumzudoktern, allerdings ohne großen Erfolg. Und da ich nicht noch so eine Nacht riskieren wollte warf ich das Zelt in den Müll und begab mich in die nächstbeste Stadt um mir ein neues zu kaufen. Die Norweger hatten dort leider nur Tunnelzelte mittlerer Gewichtsklasse, aber zum Glück wahren alle schon verbilligt, so dass ich mir zu einem halbwegs erträglichen Preis ein neues 3-Mann Zelt mit um 3Kg zulegte. Währenddessen regnete es die ganze Zeit, aber im Gegensatz zu Steffen & Christian wollte ich den Tag trotzdem nicht im Regen absitzen und machte mich auf zum Prejkstolen. Wir haben uns auch nicht wieder gesehen, weil ich dann Richtung Osten weiterfuhr und die beiden in Richtung Norden. * Ich fuhr also, wie gesagt, zum Prejkestolen-Parkplatz, ließ dort meine Karawane zurück und begab mich auf den Wanderweg zu dem Nahmensgebenden Felsen. Wer noch nicht davon gehört hat - der Prejkestolen ist ein kleiner Felsvorsprung der in ca 600m höhe leicht in den Fjord hineinragt - das klingt gar nicht so besonders, aber der Ausblick von dort ist wirklich toll. Es sei denn es ist dichter Nebel, so wie als ich dort war, dann hat man nur noch den Ausblick 600m steil nach unten was man aber auch einmal erlebt haben sollte. Der weg dort hoch war auch toll - einen richtigen Weg gab es nur teilweise, den Rest der Strecke ging es fröhlich über Stock und Stein immer grob den roten Punkten nach. Die gab es zum Glück reichlich, denn manchmal kam ich schon ins grübeln ob die Wegdesigner das jetzt ernst meinen. Zum Glück hatte ich meine Teva-Sandalen an, die selbst auf Nassem Fels einen guten Grip haben, mit den Hartgummi-Radschuhen währe das vermutlich nicht gut gegangen. Nachdem ich es aufgrund des kalten Windes und Nieselregens nicht lange oben ausgehalten hatte klarte es auf dem Rückweg langsam auf. Ich wollte aber auch nicht zu viel Zeit dort verplempern weil ich nicht wieder auf dem teuren Zeltplatz in der Nähe des Prejke zelten wollte sondern lieber irgendwo im freien. Ich fuhr also noch eine Runde in der Gegen herum bis ich ein schönes Plätzchen - eine Badestelle - fand. Dort machte ich zum ersten mal Bekanntschaft mit den "berühmten Norwegischen Beißviechern" (Steffen) die dort sofort in Massen über mich herfielen. Wegen der Regenschauer mußte ich aber sowieso im Vorzelt kochen, was in der Trollhütte (das Zelt nennt sich Trollhetta 3 camp) ganz gut ging.


2014/03/18 17:43