====== Tag 8 ====== * Nie Nacht war eiskalt obwohl ich zum tragen von langer Unterwäsche im Schlafsack übergegangen war. Früh lag ich dann im Zelt und habe auf die Sonne gewarte. Die kam aber leider nie und irgendwann bin ich aufgestanden und durfte eine dichte Wolkendecke bewundern. Ich packte also meinen Krempel um kam gegen 1030 los. * Recht bald fing es an zu Regnen und hörte bis Abends nicht mehr auf. Kalt wahr es dazu auch noch - es pendelte zwischen 6 und 8°C. Die Strecke war auch nicht gerade toll, es ging die ganze Zeit auf und ab, hauptsächlich auf. Alles in allem herrschte bei mir "warum fährst du nicht Richtung Oslo"-Stimmung. Irgendwann fuhr ich in die Wolken hinein, da wurde es dann vollends ungemütlich. * Gegen Abend kam ich im nächsten Tal an, dort war es etwas wärmer und es Nieselte nur noch ein bisschen. Leider fand ich keinen Platz zum schlafen, da das Tal größtenteils durch einen See ausgefüllt war und der Rest war entweder von Menschen oder von Schafen bewohnt. Ich fuhr also noch um den See herum zum nächsten Zeltplatz und baute dort im Dunkeln mein Zelt auf. Dafür gab es dann zum essen Tortellini mit Sahnesoße, war sehr lecker. ====== Tag 9 ====== * Inzwischen kam ich immer mehr in den neuen Trott früh schlafen gehen und früh aufstehen hinein und stand schon um 0830 auf. Das Wetter war wieder besser geworden, daher ließ ich mein Zelt zur Abwechslung ein bisschen antrocknen und ging währenddessen baden. Nachdem sich niemand fand den ich für den Zeltplatz bezahlen konnte verzog ich mich und auf Ging es in Richtung des nächsten Anstieges. Der war richtig übel, es ging zumeist sehr steil bergauf und dazu war es extrem windig. Selbst als ich den Anstieg hinter mir hatte wurde es nicht besser, denn durch den Wind kam ich kaum vorwärts und wurde von Böen mehrmals fast von der Straße geweht. Währenddessen hab ich immer mehr Zeug angezogen und habe dementsprechend bei jedem kleinen Anstieg oder Windschatten geschwitzt und danach wieder gefroren. Beeindruckt hat mich dort oben dann der See mit den Ostseemäßigen Wellen, die einen groben Eindruck von dem Wind machen. * Irgendwann ging es dann endlich ins nächste Tal, nur besser wurde es nicht. Nach ein paar Kilometern im Tal ging es wieder bergan, diesmal ohne Wind aber dafür noch steiler. Ich konnte immer nur 2-3 Serpentinen am Stück fahren und kam kaum vorwärts. Als ich 'oben' war ging die Straße dann nach 2/3 km in einen Dreckweg über, was mich nicht sehr begeisterte - zurück wollte ich aber auch nicht, also fuhr ich weiter. Der Weg zog sich ewig über den Berg, irgendwann ging dann der Dreck in Schotter über und es wurde richtig grausam. Bergab hing ich nur an den Bremsen und geradeaus kam ich nicht vernünftig vorwärts. So langsam wurde es auch dunkel, ein Platz zum schlafen fand sich aber leider nicht. * In der Dämmerung bremste ich mich dann in das nächste Tal hinab und fing an nach einem Schlafplatz Ausschau zu halten was im Dunkeln nicht allzu gut ging. Auch war ich dort auf einer der wenigen Straße in der Gegen auf denen viel Verkehr war und flüchtete recht schnell den erstbesten Weg von der Straße weg und ließ mich auf irgendeinem Feld ein bisschen Abseits der Straße nieder.


2014/03/18 17:43